Welche Haie greifen Menschen an

Zwischen 1975 und 1987 sorgte der weiße Hai in vier gleichnamigen Filmen auf Kinoleinwänden weltweit für Gänsehaut. 1999 und im zweiten Teil 2018 fraßen sich genmanipulierte Haie durch den Cast von Deep Blue Sea. Gleichzeitig, ebenfalls 2018 kam der verschollen geglaubte Megalodon zurück und brachte die Nerven der Zuseher auf Hochspannung. Haie üben in verschiedener Hinsicht eine seltsame Faszination auf uns aus. Als Fische bewohnen sie nicht nur einen fremden und für uns tödlichen Lebenraum. Sie haben auch keine Mimik und wir verstehen ihre Körpersprache nicht. Sie wirken auf uns wie gefühllose Killermaschinen. Die einzigen Tiere, die ähnlich furchteinflößend auf uns wirken sind Krokodile. Beide spielen oft die Hauptrollen in Thrillern und sorgen im Film für Angst und Schrecken. Aber auch im echten Leben gibt es mit Haien immer wieder Probleme. Aber welche Haie greifen Menschen an?

Haiarten

Die Gruppe der Haie umfasst 500 unterschiedliche Arten. Sie gehören zu der Klasse der Knorpelfische. Neben den Haien gibt es nur noch Rochen und Seekatzen in dieser Klasse. Alle anderen Fische zählen zu den Knochenfischen. Haie gibt es seit etwa 400 Millionen Jahren in den Weltmeeren. Meist bleiben von Fossilen aber nur die Zähne erhalten, da das Knorpelskelett, anders als Knochen, nicht lange erhalten bleibt. Anhand der Zähne und weniger vollständiger Skelette kann man die Urhaie gut rekonstruieren. Heute leiden die Meeresräuber an Überfischung, die ihnen die Nahrungsgrundlage nimmt. Außerdem stellen Fischernetze oft eine tödliche Falle für Haie dar. Manche Arten werden als Speisefische gejagt, andere fallen Sportfischern zum Opfer.

Ernährung

Haie fressen in erster Linie Fisch. Manche jagen aber auch gezielt auf Meeressäuger, wie Robben, oder Wale. Die größten Arten, der Riesenhai, der Walhai und der Riesenmaulhai ernähren sich von Plankton. Die zahlreichen Arten haben jeweils ganz unterschiedliche Beute, die sie jagen. Sie verschmähen auch Aas nicht. Manche Arten, etwas die Haie der Tiefsee, ernähren sich vermutlich ausschließlich von Aas. Der Mensch steht bei keinem Hai auf dem Speiseplan. Allerdings kommt es hin und wieder zu Verwechslungen. Taucher und Surfer erinnern an Robben. Die Umrisse des Surfers auf seinem Brett haben eine große Ähnlichkeit mit einer Robbe, die an der Wasseroberfläche treibt. Auch das Verhalten von Tauchern, zum Grund zu tauchen und etwas an die Wasseroberfläche zu bringen spricht aus Sicht des Hais dafür, dass es sich um einen Seelöwen handelt. Auch die schwarze Kleidung und das Ausatmen an der Wasseroberfläche passen ins Bild.

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Das Aussehen der Haie ist furcheinflössend. Wir können ihre Körpersprache nicht deuten und in ihren emotionslosen Augen nicht erkennen, was als nächstes passieren wird

Haiangriffe

Jedes Jahr werden zwischen 100 und 150 Haiunfälle registriert. Bei etwa 5 bis 10 der Begegnungen stirbt der Mensch. Viele der Fälle sind vom Menschen provoziert. Die Haie werden gefangen, oder am Schwanz aus dem Wasser gezogen. Manche Haiarten liegen am Meeresboden und es passiert, dass man beim Schwimmen auf sie tritt. Walhaie und andere große Arten können Schiffe zum Kentern bringen, oder Schwimmer mit ihrer Schwanzflosse verletzen. Oft attackiert der Hai auch einen Schwimmer, oder Surfer. Meist lässt er aber rasch von seinem Opfer ab. Abhängig davon, wie groß der Hai war und wo er gebissen hat, kann aber schon ein einziger Biss eine tödliche Verletzung hervorrufen.

Global Shark Attack File

Das amerikanische Shark Research Institute sammelt alle Fälle von Haiunfällen und -angriffen. Sie stellen ihre Daten im Global Shark Attack File zur Verfügung. Der älteste Fall stammt aus dem Jahr 1550. Diese Daten haben wir uns genauer angesehen. Ziel war die Antwort auf die Frage: „Welche Haie greifen Menschen an?“. Die Antwort ist nicht ganz einfach, dann es gibt eine sehr große Dunkelziffer. Opfer von Haiattacken nehmen sich selten die Zeit, das Tier zu bestimmen und die Art festzustellen. Auch gibt es meist keine Zeugen und auch die Bissspuren sind nicht immer eindeutig. So sind die Angaben zur Haiart bei den meisten Unfällen, die im Global Shark Attack File verzeichnet werden, ungenau. Oft ist von grauen Haien die Rede und häufig werden mehrere mögliche Arten genannt. Wir haben uns daher auf die Fälle gestützt, die eindeutig einer Haiart zuzuordnen sind.

Welche Haie greifen Menschen an? Infografik auf blog-kade.de
Infografik zu Haiangriffen (c) blog-kade.de

Welche Haie greifen Menschen an?

Die Fälle, die im Global Shark Attack File enthalten sind haben wir nach der identifizierten Art zusammengefasst. Die folgende Liste der Haie ist nach der Häufigkeit der Fälle mit dieser Art gereiht.

Unbekannt

4.603 Fälle, 1.121 davon tödlich

Nicht jede Begegnung mit einem Hai lässt zu, die Art festzustellen. Manchmal sind auch mehrere Haie unterschiedlicher Arten beteiligt. Meist hat man aber keine Gelegenheit das Tier genau wahrzunehmen. Im Global Shark Attack File sind 4.603 Fälle aufgelistet, denen keine Haiart zugeordnet werden kann.

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Der große weiße Hai ist spätestens durch Steven Spielberg berühmt geworden

Weißer Hai

625 Fälle, 141 davon tödlich

Steven Spielberg hat den großen weißen Hai bekannt gemacht. Er hat Kleinstädte in Angst und Schrecken versetzt. Die Männchen erreichen eine Länge von bis zu 5 Metern. Die Weibchen können 7 Meter erreichen. Bis zu 3,5 Tonnen bringt ein stattliches Exemplar auf die Waage. Sie jagen hauptsächlich Fische jeder Größe und in jeder Wasserregion. Größere Exemplare jagen auch Robben und Seeelefanten, sowie Walkälber. Die weißen Haie leben in warmen Gewässern in Küstennähe. Das macht eine Begegnung mit ihnen wahrscheinlicher, als mit anderen Haien. Das und ihre Vorliebe für Seelöwen ist wohl der Grund dafür, dass sie für die meisten Fälle verantwortlich sind.

Tigerhai

264 Fälle, 67 davon tödlich

Der Tigerhai verdankt seinen Namen den Streifen, die die Jungtiere tragen. Sie leben nahe der Wasseroberfläche und in Ufernähe und nutzen sie daher zur Tarnung. Bei den älteren Tieren verschwinden die Streifen. Ein Tigerhai wird bis zu 5,5 Meter lang, ist aber schlanker als der weiße Hai. Er kommt nachts in flache Uferregionen, verbringt den Tag aber in tieferen Gewässern. Aufgrund der Dinge, die man in Mägen von Tigerhaien gefunden hat, hat er den Ruf wirklich alles zu verschlingen. Auch der Tigerhai lebt nahe den Küsten in tropischen Regionen. Ein berühmtes Opfer eines Tigerhais ist Bethany Hamilton. Die Surferin verlor vor Hawai bei einem Angriff eines Tigerhais 2003 ihren linken Arm. Trotzdem surft sie weiterhin sehr erfolgreich. 2011 wurde ihre Biografie in Soul Surfer verfilmt.

Bullenhai

217 Fälle, 47 davon tödlich

Bullenhaie haben einen sehr gedrungenen Körperbau. Sie werden bis zu 3,20 Meter lang, wiegen aber bis zu 200 Kilogramm. Ihr bulliges Äußeres und die flache Schnauze sind für ihren Namen verantwortlich. Bullenhaie können sowohl im Salzwasser, also auch im Süßwasser leben. Sie halten sich in Küstennähe auf und jagen bevorzugt in Flussmündungen. Sie schwimmen auch Flüsse hinauf und finden dort mitunter leichte Beute. Der Bullenhai gilt als aggressiv und kräftig. Man erkennt ihn leicht an seiner Rückenflosse, die gerade Kanten aufweist, während sie bei anderen Haien nach hinten gebogen ist. Experten gehen davon aus, dass Bullenhaie für viele der Angriffe verantwortlich sind, die dem weißen Hai zugeschrieben werden. Sie sind ähnlich gefärbt und können aufgrund des ähnlichen Körperbaus leicht verwechselt werden.

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Dieser Schwarspitzenriffhai zieht gemächlich seine Runden im Riff

Schwarzspitzen-Riffhai

120 Fälle, keiner davon tödlich

Schwarzspitzen-Riffhaie sind elegante schlanke Haie, die eine Länge bis zu 1,80 Meter erreichen. Auch sie werden häufig in großen Aquarien gehalten. Die Spitzen ihrer Flossen sind schwarz, was zu ihrem Namen geführt hat. Er lebt in Korallenriffen und Lagunen und kommt auch in sehr flachen Gewässern vor. Der Schwarzpitzen-Riffhai frisst kleinere Fische und hat einen langgestreckten schlanken Körper. Die zweite Rückenflosse ist klein uns sitzt weit hinten am Körper.

Sandtigerhai

115 Fälle, 1 davon tödlich

Weibliche Sandtigerhaie erreichen eine Länge von 3,2 Metern. Die Männchen werden kaum größer als 2,5 Meter. Man kennt die Sandtigerhaie aus verschiedenen Großaquarien, wo sie gemächlich und ruhig ihre Runden drehen. Ihr auffälliges Gebiss lässt sie gefährlich aussehen. Die Zähne ragen fast waagrecht nach vorne aus dem Maul. Ein langgestreckter Körper mit einem kleinen Kopf und winzigen Augen macht ihn zu dem Sinnbild eines Hais. Ein kleiner Buckel hinter dem Kopf und zwei annähernd gleichgroße Rückenflossen runden das Erscheinungsbild ab. Sie leben in Riffen und sind die einzigen Haie, die durch das Schlucken von Luft im Wasser schweben können. Sie sind normalerweise nicht agressiv. Der einzige tödliche Fall stammt aus 1903. Dass der beschriebene Hai, der einen schwimmenden Jungen unter Wasser gezogen hat, ein Sandtigerhai war, ist bestritten.

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Der Sandtigerhai wirkt angsteinflößend ist aber meist ein sehr friedliche Hai

Bronzehai

69 Fälle, 4 davon tödlich

Große Bronzehaie erreichen eine Länge von 2,90 Metern, bilden damit aber eine Ausnahme. Die Tiere leben in Tiefen von bis zu 100 Metern und in Küstennähe. Sie ernähren sich von Kopffüßern. Über ihre Lebensweise weiß man wenig. Sie werden oft mit anderen Haiarten verwechselt, gelten aber als aggressiv und leicht reizbar. Sie haben einen schlanken Körperbau und eine schmale, runde Schnauze. Das Maul sitzt an der Unterseite des Kopfes. Der Bronzehai hat große Augen und die zweite Rückenflosse ist klein. An der Schwanzflosse hat er am oberen Ende einen kleinen Fortsatz, an dem man ihn auch erkennen kann. Die Schwanzflosse hat außerdem einen schwarzen Rand.

Ammenhai

56 Fälle, keiner davon tödlich

Ammenhaie sind leicht zu erkennen. Ihre Rückenflosse sitzt weit hinten am Körper und schließt direkt an die zweite Rückenflosse an. Auf selber Höhe hat er an der Bauchseite zwei Afterflossen. Das Maul sitzt an der Vorderseite, ist schmal und mit Barten versehen. Sie saugen ihre Baute aus Spalten und verbringen ihr Leben in Bodennähe, oft auch auf dem Boden liegend. Es gibt Ammenhaie in 4 Arten und sie erreichen bis zu 4,30 Meter an Länge.

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Ammenhaie leben am Meeresboden. Ihr Körper ist perfekt an diese Lebensweise angepasst

Makohai

53 Fälle, 1 davon tödlich

Makohaie haben eine fast pfeilförmigen Körper. Lang und dünn und mit einer extrem spitzen Schnauze wirken diese Haie sehr schlank. Sie haben sehr große Augen und wie beim Sandtigerhai ragen auch ihre Zähne aus dem leicht geöffneten Maul. Sie sind ausdauernde und sehr schnelle Schwimmer und leben in allen warmen und gemäßigten Ozeanen. Sie legen weite Strecken zurück und sind ständig in Bewegung. Große Exemplare erreichen bis zu 4 Meter Länge.

Teppichhai

52 Fälle, keiner davon tödlich

Die Teppichhaie ähneln ein wenig den Ammenhaien. Allerdings haben sie eine intensive Musterung, die sie am Boden sehr gut tarnt. Außerdem ist ihr Körper noch flacher. Mit dem unterständigen Maul fressen sie bodenlebende Fische und Weichtiere. Sie kommen in flachem tropischen Wasser vor und graben sich oft auch in den Meeresgrund ein. Verästelte Fortsätze an ihrem Kopf erwecken den Eindruck, dass es sich um eine Pflanze handelt. Die Tiere sind perfekt getarnt und lauern flach auf den Boden gedrückt auf Beute.

Blauhai

48 Fälle, 10 davon tödlich

Blauhaie erinnern aufgrund ihres Körperbaus an den Makohai. Auch sie sind sehr schlank und lang, bleiben aber mit 3,40 Metern etwas kleiner. Sie sind leicht an der blauen Färbung des Rückens und der Brustflossen zu erkennen. Sie leben in der Tiefsee und gelten als der am weitesten verbreitete Knorpelfisch. In den Netzen der kommerziellen Fischer sterben jedes Jahr erliche Blauhaie. Auch Sportfischer angeln auf diesen Zielfisch.

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Hammerhaie bilden Schulen mit teilweise sehr vielen Tieren. Sie sind leicht an ihrem breiten, hammerförmigen Kopf zu erkennen

Hammerhai

48 Fälle, 2 davon tödlich

Der Hammerhai ist wohl der auffälligste Vertreter der Haie. Sein abgeflachter und verbreiterter Kopf verleiht im ein einzigartiges Aussehen. Die Hammerhaie werden mehr als 6 Meter lang und bewohnen tropische und subtropische Küstenregionen. Ihr abgeflachter Kopf wird bei der Nahrungssuche über den Boden geschwenkt um Beute wahrzunehmen. Sie ernähren sich von Weichtieren und Rochen, die sie am Meeresboden austöbern. Die Hammerhaie sind Einzelgänger. Manche Arten bilden aber Schulen mit manchmal sogar mehr als 1.000 Tieren.

Zitronenhai

38 Fälle, keiner davon tödlich

Der Zitronenhai verdankt der Farbe seines Rückens den Namen. Er lebt in bis zu 90 Metern tiefe und ist nachtaktiv. Zitronenhaie erreichen eine Länge von bis zu 3,20 Meter. Da die Zitronenhaie leicht reizbar sind kommt es häufig zu Angriffen. Viele davon wurden nicht provoziert. Da die Haie im flachen Wasser leben begegnen sie häufig badenden Gästen. Man erkennt sie leicht an der zweiten Rückenflosse, die fast gleichgroß ist, wie die erste. Außerdem ist die gelb-braune Färbung ein klares Erkennungsmerkmal für den Zitronenhai.

Weißspitzen-Hochseehai

26 Fälle, 4 davon tödlich

Ein bulliger Hai mit grimmig nach unten gezogenen Mundwinkeln. Er erinnert im Körperbau mit der breiten runden Schnauze ein wenig an einen Bullenhai. Die lange Rückenflosse und die Brustflossen sind allerdings abgerundet, wodurch eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Auch seine graubraune Färbung erleichtert die Unterscheidung. Der Weißspitzen-Hochseehai erreicht eine Länge von bis zu 3,90 Metern und lebt im offenen Meer. Er lebt in Wasser, das zumindest 35 Meter tief ist, kommt also den Küsten nicht zu nahe. Er ist sehr neugierig und furchtlos und nähert sich auch Tauchern. Jjacques Cousteau hat ihn als den gefährlichsten Hai bezeichnet. Nachdem er aber weit weg vom Menschen im offenen Meer jagd, kommt er uns selten nahe.

Kammzähnerhai

21 Fälle, keiner davon tödlich

Die Kammzähnerhaie haben sechs, oder sieben Kiemen. Andere Haie haben nur fünf. Ihre Zähne sind gezähnt, was ihren Namen erklärt. Sie leben entlang der Kontinente und an Inseln oft auch in sehr großer Tiefe und werden bis zu 5 Meter lang. Kammzähnerhaie haben nur eine einzige Rückenflosse, die sehr weit hinten am Körper sitzt. Sie jagen große Fische und manchmal auch Robben.

Grauer Riffhai

19 Fälle, keiner davon tödlich

Der graue Riffhai hat sehr kleine Augen und eine sehr kräftigen Körper. Die Tiere werden etwa 2,50 Meter lang und leben in Riffen. Hier sind sie ständig in Bewegung und schwimmen mit hoher Geschwindigkeit. Sie jagen Riffbewohner in Bodennähe und bilden tagsüber große Schulen. Der graue Riffhai ist überwiegend nachtaktiv und jagd auch nachts.

Karibischer Riffhai

16 Fälle, keiner davon tödlich

Bräunlich am Rücken und bronzefarben auf den Seiten ist der karibische Riffhai gefärbt. Sein kräftiger Körper wird bis zu 2,90 Meter lang. Der karibische Riffhai lebt in Riffen und verbringt sein Leben in Bodennähe.

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Haie sind soziale Wesen. Wissenschaftler haben sogar so etwas, wie Freundschaften beobachtet. Hier eine Gruppe Ammenhaie

Riffhai

16 Fälle, keiner davon tödlich

Die vier Vertreter der Riffhaie, der Schwarzpitzen-Riffhai, der Weißspitzen-Riffhai, der karibische und der graue Riffhai sind separat angeführt. Bei 16 Fällen gab es keinen Hinweis darauf, welche der 4 Riffhai-Arten für den Haiunfall verantwortlich war.

Schwarzhai

15 Fälle. keiner davon tödlich

Der Schwarzhai hat seinen Namen von seiner sehr dunklen Färbung. Er lebt an den Rändern der Kontinente und Inselsockeln in Tiefen von bis zu 400 Metern. Mit einer Maximallänge von 4 Metern kann er eine stattliche Größe erreichen. Sie ernähren sich von Knochenfischen und anderen Haien.

Engelhai

14 Fälle, keiner davon tödlich

Der Engelhai ähnelt sehr stark einem Rochen. Sein flacher Körper und seine Färbung sind ideal, um am Boden auf Beute zu lauern. Wie der Teppichhai gräbt auch der Engelhai sich im Meeresboden ein und ernährt sich von Weichtieren und bodennahen Fischen.

Heringshai

7 Fälle, keiner davon tödlich

Der Heringshai hat eine auffällig weiße Bauchseite und eine graue Oberseite. Er erreicht eine Länge von bis zu 3 Metern und lebt im Nordatlantik, der Nord- und der Ostsee. Er sieht dem weißen Hai sehr ähnlich und kann Schwimmern gefährlich werden.

Riesenhai

7 Fälle, 2 davon tödlich

Wie auch die großen Wale ernährt sich der Riesenhai von Plankton. Seine Körperform entspricht der eines normalen Hais. Lediglich das Maul unterscheidet sich. Es ist zahnlos und kann weit geöffnet werden. Das Plankton wird dann an den Kiemen aus dem Wasser, das durch das Maul strömt, gefiltert. Walhaie erreichen eine Länge von 10 Metern und ein Gewicht von 4 Tonnen. Sie sind nicht aggressiv, können aber aufgrund ihrer Größe und natürlich ihrer Kraft, großen Schaden an Booten, oder Tauchern anrichten.

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Der Walhai ist der größte Fisch, den es auf der Erde gibt

Walhai

7 Fälle, 2 davon tödlich

Der Walhai ist der größte Fisch. Mehr als 13 Meter Länge und ein Gewicht von bis zu 12 Tonnen machen ihn zu einem echten Riesen. Wie der Riesenhai filter auch der Walhai friedlich Plankton aus dem Meer, hat dabei aber auch kein Problem mit Fischen, die er hin und wieder verschluckt. Auch der Walhai ist aufgrund seiner enormen Größe und Kraft für den Menschen gefährlich.

Galapagoshai

6 Fälle, keiner davon tödlich

Der Galapagoshai kommt nicht nur an den Galapagosinseln, sondern weltweit in der Nähe fast aller Inseln vor. Er hat eine graue Oberseite und eine steil nach oben laufende und oben abgeflachte Rückenflosse. Die zweite Rückenflosse sitzt weit hinten am Körper. Er erreicht eine Länge von bis 3,50 Metern und gehört damit zu den größeren Haien.

Indopazifischer Ammenhai

5 Fälle, keiner davon tödlich

Der indopazifischer Ammenhai bewohnt Korallenriffe und verbringt sein Leben hauptsächlich am Sandboden. Er erreicht eine Länge von bis zu 3,20 Metern. Neben seinem schmalen Maul hat er zwei Barten. Er saugt seine Beute an und kann sie damit aus ihren Verstecken in Höhlen und Spalten holen.

Sandbankhai

5 Fälle, 1 davon tödlich

Ein bis zu 2,40 Meter großer uns sehr bulliger Hai. Seine Oberseite ist bräunlich und seine Rückenflosse ist auffällig groß und sitzt weit vorne am Körper. Er hat einen kleinen Kopf und lebt in Küstennähe in Tiefen von bis zu 250 Metern

Weißspitzen Riffhai

5 Fälle, keiner davon tödlich

Ein sehr dünner und bis zu 1,60 Meter langer Hai. Er verfügt über ein schmales Maus und ist an den auffälligen weißen Enden der Schwanz- und der Rückenflosse leicht zu erkennen.

Zigarrenhai

5 Fälle, keiner davon tödlich

Ein sehr untypischer Hai ist der Zigarrenhai. Bis zu 50 Zentimeter Länge und eine braune Färbung an Ober- und Unterseite lassen ihn nicht sofort als Hai erkennen. Auch seine Körperform ist nicht typisch stromlinienförmig. Der Zigarrenhai ist ein Tiefseebewohner, der aus seiner Beute kleine Fleischfetzen herausbeißt.

Dornhai

4 Fälle, keiner davon tödlich

Dornhaie haben ihren Namen von den Dornen, die sie vor den beiden Rückenflossen haben. Sie werden bis zu 1 Meter lang und dienen als Speisefisch. Als Seeaal, oder Schillerlocken kommt das Fleisch des Dornhais in den Handel.

Lachshai

4 Fälle, keiner davon tödlich

Der Lachshai ist dunkel gefärbt und seine Rückenflosse endet in einer schwarzen Spitze. Die Haie werden über 3 Meter lang und leben im Nordpazifik.

Silberspitzenhai

4 Fälle, keiner davon tödlich

Die Flossen der Silberspitzenhaie enden alle in einem weißen Saum. Der Hai selbst ist hell- bis dunkelgrau gefärbt. Er lebt in Tiefen bis 800 Meter, oder in Korallenriffen. Der Silberspitzenhai erreicht eine Länge von 3 Metern.

Leopardenhai

3 Fälle, keiner davon tödlich

Leopardenhaie werden bis zu 2 Meter lang und leben in der Nähe des Grundes. Sie werden oft in Aquarien gehalten und sind ein beliebter Speisefisch.

Pazifischer Geigenrochen

3 Fälle, keiner davon tödlich

Der pazifische Geigenrochen lebt auf dem Sandboden und ernährt sich von Würmern, Muscheln und Krabben, die auf dem Meereboden leben. Ihr flacher Köper und die sandfarbene Färbung tarnen den pazifischen Geigenrochen am Boden.

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Der Fuchshai ist an seiner Schwanzflosse und der kurzen Schnauze leicht zu erkennen

Fuchshai

2 Fälle, keiner davon tödlich

Fuchshaie werden zwischen 3,5 und 7,5 Meter lang. Das verdanken sie aber der Oberseite ihres Schwanzes, der genauso lang wird, wie der Rest des Hais. Das langgezogene Ende der Schwanzflosse setzen die Fuchshaie dazu ein, ihre Opfer zu betäuben.

Hundshai

2 Fälle, keiner davon tödlich

Hundhaie sind sehr schlank und können bis zu 4 Meter lang werden.

Katzenhai

2 Fälle, keiner davon tödlich

Katzenhaie sind kleine längliche Fische, die auf dem Boden leben und dort jagen. Sie sind oft auffällig gezeichnet und so an das Korallenriff als Umgebung angepasst.

Koboldhai

2 Fälle, keiner davon tödlich

Koboldhaie sind Tiefseebewohner, über die man wenig weiß. Sie haben am Oberkiefer eine lange Schnauze, die wie eine langgestreckte Nase aussieht.

Seidenhai

2 Fälle, keiner davon tödlich

Der Seidenhai wird wegen seiner Flossen bejagt. Er lebt in der Hochsee und jagt dort bis zu einer Tiefe von 500 Metern.

Gangeshai

1 Fall, 1 davon tödlich

Der Gangeshai ist ein Flusshai und erreicht eine beachtliche Länge von 2 Metern. Der einzige dokumentierte Fall betrifft einen jungen Mann, der sich am Fluss wusch. Der Hai hat ihn ins Bein gebissen. Sein Leben konnte trotz Amputation nicht gerettet werden.

Hornhai

1 Fall, keiner davon tödlich

Der Hornhai erreicht eine Länge von 1,20 Metern und lebt auf dem Meeresboden. Hier bewegt er sich auf seinen Brustflossen laufend fort.

Port-Jackson-Stierkopfhai

1 Fall, keiner davon tödlich

Ein auffällig gezeichneter, bis 1,60 Meter langer Hai, der sich in erster Linie von Seesternen und anderen Stachelhäutern.

Weißgefleckter Glatthai

1 Fall, keiner davon tödlich

Der weißgefleckte Glatthai erreicht eine Länge von bis zu 1,40 Metern und lebt auf dem Meeresboden. Er ernährt sich von Krebstieren.

Haie

Haie gibt es in den unterschiedlichsten Formen und auch ihre Lebensweise unterscheidet sich deutlich. Die Lister Haie, die Menschen angreifen ist lang. Allerdings kann man davon ausgehen, dass nur die wenigsten Arten tatsächlich angreifen. Während Weißer Hai, Bullenhai, Tigerhai und ein paar andere große Arten tatsächlich bei der Jagd auch einen Menschen angreifen, verteidigen sich die meisten Haie in der Liste der Haiunfälle nur. Man tritt versehentlich auf einen Hai, der am Boden liegt, oder reizt das Tier. Viele der Attacken sind provoziert worden. Dass Haie, die dort jagen, wo Menschen schwimmen, surfen und tauchen, am häufigsten in Haiunfälle verwickelt sind, ist nachvollziehbar. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Haiarten agressiver sind, als andere. Sie haben lediglich mehr Berührungspunkte mit dem Menschen.

Statistik

Insgesamt umfassen die Aufzeichnungen im Global Shark Attack File folgende Informationen:

  • 6.513 Fälle insgesamt
  • 1.404 tödliche Begegnungen – Das sind 21,5% der Fälle
  • Bei 1.911 Angriffen konnte die Haiart identifiziert werden
  • Tödlichsten Haiarten:
    • Weißer Hai: 625 Angriffe, davon 141 tödliche 22,56% tödlich
    • Tigerhai: 264 Angriffe, davon 67 tödliche: 25,37% tödlich
    • Bullenhai: 217 Angriffe, davon 47 tödliche: 21,65% tödlich
  • Häufigste Tätigkeiten:
    • Schwimmen
    • Surfen
    • Fischen
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Das Meer ist Lebensraum der Haie. Dringen wir dort ein müssen wir uns an ihre Regeln halten

Vorsicht

Haie sind in auf die Jagd im Wasser optimal angepasst. Sie sind dem Menschen haushoch überlegen und in der Lage effektiv zu jagen und zu töten. Ihre Überlegenheit und die Unberechenbarkeit ihrer Körpersprache zusammen mit der Schnelligkeit ihrer Bewegung sorgt dafür, dass die Angst vor Haien weit verbreitet ist. Im Vergleich zu Unfällen mit Hunden sind die Zahlen wohl sehr gering. Trotzdem stellen Haie im Meer eine Gefahr dar, die man nicht unterschätzen darf. Dringt man in ihren Lebensraum ein, muss man auf der Hut sein und darf sich keinen Fehler erlauben. Der Angriff eines großen Hais ist in vielen Fällen tödlich.

Tödliche Attacken

Allerdings muss man den Haien zugute halten, dass sie in den meisten Fällen den Angriff abbrechen. Sie haben meist kein wirkliches Interesse, den Menschen zu fressen. Bei den großen Haien kann aber schon der erste Angriff tödlich enden. Auch wenn man nicht direkt beim Haiangriff stirbt erleidet man einen großen Blutverlust und nicht selten sterben die Opfer nach der Attacke. Die Chancen, Opfer eines Haiangriffs zu werden sind gering. Trotzdem gibt es 42 Haiarten, von denen Übergriffe auf Menschen dokumentiert sind. Man muss sich stets bewußt sein, dass man sich im Meer in den Jagdgründen der Haie aufhält. Kein Grund zur Panik, aber ein Grund sich zu informieren und sein Verhalten anzupassen.

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